blume2004 - ein Projekt von Andrea Knobloch
blume2004 - ein Projekt von Andrea Knobloch
 Ein Projekt von Andrea Knobloch in der Reihe Stadtbild.Intervention Pulheim 2004
blume2004 - ein Projekt von Andrea Knobloch
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blume2004 - aktion
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blume2004 - ein Projekt von Andrea Knobloch Pressetext als PDF herunterladen (48KB)

Merkblatt Mohn (31KB)

20.10.2004_Kölner Stadtanzeiger (202KB)

14.10.2004__dpa (203KB)

16.09.2004__Kölnische Rundschau (203KB)

15.09.2004__Wochenende (201KB)

02.08.2004_Kölner Stadtanzeiger (203KB)

09.07.2004__Kölnische Rundschau (204KB)

26.04.2004__Kölnische Rundschau (17KB)

26.04.2004__Kölner Stadtanzeiger (23KB)

24.04.2004__Kölnische Rundschau (17KB)

24.04.2004__Kölner Stadtanzeiger (21KB)

23.04.2004__Kölner Stadtanzeiger (17KB)

26.03.2004__Kölner Stadtanzeiger (20KB)

12.02.2004__Kölner Stadtanzeiger (21KB)

28.11.2003__Kölner Stadtanzeiger (19KB)

27.11.2003__Kölnische Rundschau (21KB)

Pressetext

Mehr als die Summe aller Teile ...

Die Stadt Pulheim ist eine Flächengemeinde. Zwölf sehr unterschiedliche "Stadtteile", jeder mit besonderen Qualitäten, die ihn vor den anderen Gemeindeteilen auszeichnen, wurden zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst. Die jeweiligen Ortsteile präsentieren sich kleinteilig strukturiert und durchzogen von Markierungen, die Besitz- und Eigentumsverhältnisse anzeigen oder Funktionszonen definieren. Mauern, Zäune, temporäre oder permanente Grenzarchitekturen, bestehend aus Pollern, Pflanzkübeln und sonstigem Mobiliar, bilden ein Gestaltungsvokabular der Verhinderung von nicht gewollten Nutzungen. Ansprüche, die sich aus dem Besitz von oder Eigentum an Grund und Boden ableiten, werden bis in den öffentlichen Stadtraum ausgeweitet.
Städtische Identität als Teilhabe aller Bürger/innen an einem Gemeinsamen lässt sich aus Gesten des Ausschließens und des in (privaten) Besitz Nehmens allerdings kaum herstellen. Nur durch gemeinschaftliches Handeln können sich gemeinsame Traditionen und damit Spuren einer integrativen Identität in einer Stadtgesellschaft entwickeln, die sich dann in der erfahrbaren Stadtlandschaft als ein "Bild der Stadt " ablesen lässt.

Durch die Blume

Gegeben sei die Stadt in allen ihren Teilen als eine Spielfläche, deren Felder durch die vorhandenen Besitz- bzw. Eigentumsgrenzen definiert sind. Wie könnten nun die Regeln eines Spiels aussehen, das diese Grenzen zwar nicht einreißt, sie aber trotzdem überwindet und zumindest temporär einen gemeinsamen, quasi "grenzenlosen" öffentlichen Stadtraum herstellt?
Das Projekt Blume 2004 schlägt folgendes vor: Die Bürger/innen der Stadt Pulheim werden eingeladen, die Stadtbild.Intervention 2004 mit zu tragen und zu formen, indem sie einen Teil ihres Rechts auf die selbst bestimmte Gestaltung ihres Besitzes bzw. Eigentums im Projektzeitraum der Gemeinschaft überlassen: Sie werden zu Mitspieler/innen, wenn sie eine gewisse Menge Blumensaat der Sorte Gartenmohn, die über das Projekt "Blume 2004" kostenlos zur Verfügung gestellt wird, auf ihrem Grund und Boden aussähen und bis zur Blüte hegen und pflegen. Während der Blütezeit wird im Rathaus der Stadt Pulheim eine Ausstellungswand als öffentliche Fläche zur Verfügung gestellt, auf der fotografische Aufnahmen der selbst gezogenen, blühenden Pflanzen hinterlassen werden können.

Stadtbilder

Das Projekt "Blume2004" konstruiert sich damit zum einen im Stadtbild als temporäres Punkt-Muster, das während der Blütezeit privates und öffentliches Grün überschreibt, so dass über alle Grenzen hinweg ein Bild der Stadt als räumliche Figur und lebendige Gemeinschaft durch dieses verbindende gestalterische Element gezeichnet wird. Zum anderen visualisiert sich "Blume2004" im Rathaus, dem Sitz der Verwaltung und der demokratisch gewählten Repräsentant/innen der Stadt, im klassischen Ausstellungsformat als Präsentation der eingereichten Fotografien.

Fazit

Sollten – was kaum vorstellbar ist – im Sommer 2004 keine der verschenkten Blumen in den Gärten blühen und sollte die Bilderwand im Rathaus leer bleiben, wäre das immer noch eine präzise Beschreibung des Zustands der Pulheimer Stadtgesellschaft – ebenso wie dadurch eine Aussage gemacht würde über die Zukunftsfähigkeit der Vision eines "grenzenlosen" öffentlichen Raums in gemeinschaftlicher Verantwortung belebt und gestaltet.

Akteure:

Jeder und jede kann mitmachen! Ob Vorgarten, Pflanzkübel oder Balkonkasten; Wiese, Feld oder öffentliche Grünfläche, alle sind zur Teilnahme eingeladen: Privathaushalte, Geschäftsleute, Gewerbetreibende, öffentliche Einrichtungen und Institutionen, Schulen, Kindergärten, Vereine

Ablauf:


1. öffentliche Projektvorstellung im Rahmen einer Vortragsveranstaltung am Mittwoch, dem 24. 03. 2004 um 19.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses der Stadt Pulheim, Alte Kölner Straße 26

2. Verteilung des Saatguts: Blumensamen der Sorte Gartenmohn werden über die Wochenzeitung "Wochenende" in der Ausgabe vom Mittwoch, dem 21. 04. 2004 an Privathaushalte verschickt. Sollten einzelne Haushalte nicht erreicht werden oder sollte ein Mehrbedarf bestehen (z.B. bei Vereinen, öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten etc.) können Tütchen mit Saatgut auch im Rathaus in der Kulturabteilung, Zimmer 13 - 15 abgeholt werden.

3. Tag der Aussaat: Am Sonntag, dem 25. 04. 2004 um 16 Uhr gibt Bürgermeister Dr. Karl August Morisse den Startschuss für die Aussaataktion. Im Innenhof des Rathauses werden die ersten Mohnsamen in die Erde gebracht.

4. Hege und Pflege während der Wachstumsperiode (Mai bis Juni)

5. Sammlung von Dokumentationsfotos auf einer öffentlichen Fotowand im Rathaus ab Ende Juni. Letzter Einreichungstag für Fotografien ist Sonntag, der 05. 09. 2004. (Fotos, die für die Jurierung (s. 6.) in Frage kommen sollen, müssen mit Absender/innen-Daten versehen werden!!!)

6. Jury: Sechs der eingereichten Dokumentationsfotos werden von einer Jury ausgewählt und im Format einer Postkarte für Pulheim reproduziert

7. Erntedankfest: festlicher Abschluss des Projektes am Sonntag, dem 17. 10. 2004 ab 16 Uhr im Rathausinnenhof (bei schlechtem Wetter im Foyer)

- Grußwort: Bürgermeister Dr. Morisse,
- Vortrag zum Thema Stadt und Identität: Prof. Dr. Werner Sewing, Universität der Künste, Berlin
- Eröffnung der "Fotoausstellung" sowie Sammlung der nunmehr neu gezüchteten Pulheimer Mohnsamen im Rathaus
- Präsentation der neuen Pulheim-Postkarte und des Katalogs zum Projekt


Kontakt:
Rathaus der Stadt Pulheim/ Kulturabteilung
Alte Kölner Straße 26
D-50259 Pulheim
Auskunft erteilt: Angelika Schallenberg
02238 808188

Web-Präsenz: http://www.blume2004.info
post@blume2004.info

Gefördert durch das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen


Ministerium fuer Staedtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW

Unterstützt von:

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